Informelles

Corona Update

16. März 2020

Bitte lesen Sie meinen ersten Beitrag zu Corona vor 2 Wochen!

Als ich diese Maßnahmen in meiner Praxis im Umgang mit dem Corona Virus anordnete, war das Echo geteilt. 
Manche Patienten konnten meine Sorge teilen, manche nicht. Einer wollte sogar ein Foto der Patienten mit Atemschutzmaske machen, es ins Netz zu stellen, um sich darüber lustig zu machen.
Nun denn…
Es ist anders gekommen, aber noch immer verstehen lange nicht alle Patienten die Bedrohung.
Deshalb:
Patienten, die in den letzten 2 Wochen in der Schweiz, in Italien oder in Österreich waren, werden erst in 2 Wochen untersucht und behandelt, vorausgesetzt sie sind symptomfrei.
Anders als im letzten Beitrag, bestehe ich nun nicht mehr auf das Mitbringen eines Mundschutzes. Ein einfacher Mundschutz wird Ihnen (solange vorrätig) zur Verfügung gestellt.
Ein medizinischer 3-lagiger OP Mundschutz steht ab Ende kommender Woche gegen einen Kostenbeitrag zur Verfügung (wenn er denn geliefert wird).
Diesen werden Sie kaufen müssen, wenn die einfachen  zur Neige gehen und Sie keinen eigenen Mundschutz dabei haben. Bringen Sie dann bitte Kleingeld mit.
Wie bestellen deutlich weniger Patienten und Sie werden in den verschiedenen Zonen (MRT, Röntgen, Innenwartezimmer, Aussenwartebereich) die sehr kurzen Wartezeiten alleine verbringen.

Wir fordern schon bei Terminvergabe auf, nicht ohne die medizinischen Unterlagen zu erscheinen. Bitte denken Sie daran!
Um unnötige Untersuchungen zu vermeiden, werden wir im Falle unvollständiger Unterlagen einen neuen Termin vereinbaren.

Natürlich helfen Röntgenbilder, Ultraschall, MRT und CT. Aber die orthopädische Untersuchung ist in den meisten Fällen eine mit den Augen und vor allem mit den Händen.
Das was am meisten vermieden werden soll, das Berühren der Hände oder mit den Händen, ist bei mir kaum vermeidbar.

Deshalb wasche ich mir häufig die Hände und desinfiziere sie nach jedem Patientenkontakt und trage Handschuhe, die nach jedem Patientenkontakt gewechselt werden.
Auch nach jedem Patient, wird das Untersuchungszimmer mit Desinfektionsmittel gereinigt (Stühle, Liegen, Türgriffe etc.). 

Der Blick ins Gesicht, das Erkennen der Mimik (hat mich der Patient verstanden, hat er Fragen, ist er zufrieden oder unglücklich?) ist ein wichtiger Bestandteil der Arzt / Patient Beziehung.
Deshalb finde ich es gerade bei neuen Patienten unglücklich, dass sowohl Patient, als auch ich einen Atemschutz tragen und wir uns gar nicht richtig kennen lernen.
Es ist aber unumgänglich.

Wenn alle umsichtig sind, werden wir diese schwere Pandemie überstehen.